Ziel evangelischer Bildung in der Arbeit mit Erwachsenen ist die Lebensvertiefung und Lebenserweiterung.
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Evangelische Erwachsenenbildung
Bildung, die den Menschen im Blick hat
Glaube und Alltag, Gesellschaft und persönliche Fragen – wo lässt sich darüber nachdenken, ohne dass man Antworten vorgesetzt bekommt? Die Evangelische Erwachsenenbildung Bayern (EEB Bayern) schafft dafür seit über 60 Jahren Räume.
Als rechtlich selbständiges Werk der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern bündelt die EEB Bayern die Arbeit zahlreicher evangelischer Träger, Einrichtungen und Initiativen im Freistaat. Gegründet wurde der Verband bereits 1964; heute ist er als staatlich anerkannte Landesorganisation der Erwachsenenbildung tätig und berät seine Mitglieder in allen Fragen rund um das Bayerische Gesetz zur Förderung der Erwachsenenbildung. Zu den zentralen Aufgaben der Landesstelle in München gehört zudem die Verteilung der staatlichen und kirchlichen Fördermittel.
Arbeitsgemeinschaft für Evangelische Erwachsenenbildung in Bayern e.V.
Die Evangelische Erwachsenenbildung Bayern – Landesverband e.V. (EEB Bayern) – ist ein rechtlich selbständiges Werk der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB) und eine staatlich anerkannte Landesorganisation der Erwachsenenbildung im Sinne des Art. 2 Abs. 2 des Bayerischen Gesetzes zur Förderung der Erwachsenenbildung (BayEbFöG).
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Für wen ist das Angebot gedacht?
Die EEB Bayern richtet sich an alle, die sich weiterbilden, orientieren oder austauschen möchten – unabhängig von Konfession oder Vorwissen. Ihr bildungspolitischer Auftrag gilt gleichermaßen Kirche und Gesellschaft. Besonders im Blick hat sie dabei auch Menschen, deren Lebenslagen im klassischen Bildungsangebot oft zu kurz kommen, sowie Ehrenamtliche, nebenberuflich und hauptberuflich Mitarbeitende, die sich für die Erwachsenenbildung fortbilden möchten.
Worum geht es inhaltlich?
- Die Themen sind bewusst breit gefächert:
- Theologisch-religiöse und spirituelle Bildung
- Auseinandersetzung mit gesellschaftlich und kirchlich relevanten Fragen
- Lebensbegleitende Bildung und Bildungsberatung
- Prozessberatung und -begleitung für Einrichtungen
- Aufbau und Weiterentwicklung eines pädagogischen Netzwerks
- Digitale Professionalisierung und Bildung
- Fortbildungen für Ehren-, Neben- und Hauptamtliche
Damit bringt die EEB Bayern ihre Kompetenz in der Gestaltung von Lernprozessen für Erwachsene in die ganze Kirche ein – getreu dem Selbstverständnis: Evangelische Kirche ist Bildungskirche.
Geleitet wird die EEB Bayern von Vera Lohel und Ramona Leibinger; ein Team aus rund zehn Mitarbeitenden kümmert sich unter anderem um Fördermittelwesen, Veranstaltungsmanagement, Digitalisierung und Verbraucherbildung.
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Im Zuge der gesellschaftlichen Veränderung muss sich die Erwachsenenbildung auch verändern. Was konnten Sie beobachten, und worin sehen sie Zukunftschanen?
Corona war zweifelsohne ein tiefer Einschnitt. Dadurch haben sich viele Formate verändert, digitale Angebote haben seitdem zugenommen, klassische Vorträge werden weniger nachgefragt.
Was die Themen angeht, stehen gesellschaftliche Themen wie Nachhaltigkeit, Demokratieverständnis, aber auch interreligiöser Dialog oder Glaubenskurse hoch im Kurs.
In Zukunft wird die Frage sein, wie wir unsere Inhalte zu den Menschen bringen. Dass wir bei Sinn - und Glaubensfragen, bei Persönlichkeits- und Herzensbildung viel zu sagen haben, das wird immer so sein. Aber wir müssen neue Wege finden, auch junge Menschen zu erreichen. Da müssen wir mutig und kreativ sein, mitgestalten und dorthin gehen, wo die Menschen sind. Demnächst veranstalten wir beispielsweise das Barcamp "Change it - Raum für Veränderung" in der Lux Jugendkirche in Nürnberg.
Dabei wird sicher die Digitalisierung eine wesentliche Rolle spielen. Empfinden Sie das als Fluch und/oder Segen?
Das eine tun, das andere nicht lassen!
Unser Auftrag ist es ganz explizit, den Menschen den Umgang mit allem Digitalem zu vermitteln. Das kann man auch in digitalen Formaten sehr gut erreichen. Wichtig ist es allerdings,immer die Grenzen zu erkennen. Bei vielen Themen braucht es die unmittelbare Begegnung, Körpersprache ist ein wichtiger Teil der Kommunikation.
Wir müssen in der Erwachsenenbildung immer am Puls der Zeit und offen sein für Themen. Wir können und dürfen uns nicht verschließen. Das ist die spannende Herausforderung der Erwachsenenbildung.
20.09.2023
ELKB